Immer mehr Unternehmen wollen alternative Finanzierungsformen für sich nutzen. Doch welche Form eignet sich und nach welchen Kriterien werden die Konditionen berechnet?
Das kann man schön am Beispiel Factoring sehen. Es ist eine Form der Finanzierung bei der von bestimmten Gesellschaften die Forderungen eines anderen beziehungsweise mehrerer anderer Unternehmen aufgekauft werden.

VOB Factoring für Handwerker Bild © Bernd Sterzl / pixelio.de

Neben dem normalen “Factoring” gibt es nun auch: VOB Factoring – Dies ist speziell für Handwerksbetriebe aus dem Baunebengewerbe. Es gilt als stilles Verfahren, da es ohne Offenlegung des Forderungsverkaufs abgewickelt wird.

Dafür überweisen sie dann in einem relativ kurzen Zeitraum den entsprechenden Geldbetrag, was gerade auf kurze Frist Vorteile und zusätzliche liquide Mittel bringt.

Zur Berechnung der Konditionen die gestellt werden, wenn die Forderungen gekauft werden sollen, hängen von mehreren Faktoren ab. Zum einen die Höhe der Forderungen die abgekauft werden sollen. Andererseits spielt auch die Zahl der Debitoren die in den Kauf involviert sind eine große Rolle. Weiterer wichtiger Bestandteil zur Berechnung der Konditionen ist auch noch der Jahresumsatz, da Factoring erst ab 500 Tausend Euro Mindestumsatz angeboten wird und ab einem Umsatz von 2 Millionen kostenneutral wird.

Ebenfalls mit einbezogen wird die Branche, und auch die gewählte Form. Es ist für das Unternehmen auch wichtig, dass es keine negative Bonitätslage aufweist.

Man muss auch die Zahlungsziele berücksichtigen die das Unternehmen seinen Kunden bietet, also wie lang die Factoringgesellschaft auf das Geld letztlich warten muss. Je nach Bewertung der genannten Faktoren ergeben sich die Konditionen und auch die Gebühren schwanken stark. Dies kommt allerdings oftmals auch auf den Anbieter an, da es durchaus vorkommen kann, dass man für die gleiche Leistung große Preisunterschiede hat.

Insgesamt ist Factoring hilfreich, wenn man liquide Mittel benötigt, es hilft allerdings nicht gegen eine schlechte Ertragslage.